Die Kinder vom Ederhof
Dank Spenderleber darf Alisa leben !
Als die kleine Alisa von den Ärzten totgesagt war, gab sie Vater Udo Röck zur Organspende frei. Doch sie überlebte - dank einer Spenderleber. Nach furchtbaren Jahren steckt Alisa heute voller Lebenslust.
"Ich kann das immer noch nicht sehen", sagt die 12-jährige Sanja und schiebt das Fotoalbum weg. Das Bild zeigt, wie ihrer Schwester Alisa mit einer langen Nadel in die Leber gestochen wird. Alisa lacht ihre Schwester aus: "Guckt mal, jetzt wird sie wieder bleich. Ich kann das schon sehen." Ohne Scheu betrachtet sie die Bilder, die von der schrecklichsten Phase ihres noch jungen Lebens zeugen.
1993 bricht das Glück der Familie Röck aus Bad Saulgau-Lampertsweiler urplötzlich weg. Mit der acht Wochen alten Alisa stimmt etwas nicht. Eine Gehirnblutung wird diagnostiziert, die Ärzte sagen den geschockten Eltern, dass das Baby die Nacht nicht überleben wird. "Obwohl ich mich zuvor nie mit Organspende beschäftigt hatte, waren die einzigen Worte die ich noch gefunden habe: Nehmt dem Kind das Herzchen raus, wenn es gestorben ist. So hat Alisas kurzes Leben wenigstens noch einen Sinn." Erzählt Vater Udo Röck. Aber Alisa überlebt, später wird eine unheilbare Lebererkrankung festgestellt. Wieder sagen die Ärzte Alisa tot, raten, sie in Ruhe sterben zu lassen, aber Michaela und Udo Röck versuchen alles Menschenmögliche.
Schließlich werden sie an die Uni Brüssel verwiesen, wo Lebertransplantationen bei Kindern versucht werden. Bis dahin wurden ca. 370 Kleinkinder welweit mit einer 20%igen Überlebenschance transplantiert. Alisa kommt auf eine Warteliste. Es gibt nicht genug Organe, zumal sie eine extrem seltene Blutgruppe hat. Doch es klappt tatsächlich. Dank der Leber eines achtjährigen Kindes aus Österreich darf Alisa aus Lampertsweiler weiterleben. Und dank des unbändigen Lebensmutes ihrer Familie. "Wir sind so dankbar das uns unsere Gesundheitskasse die AOK bis heute so unkompliziert in allen Belangen unterstützt" sagt Vater Röck. "Wir wissen das hier fehlende Unterstützung den Familien oft zusätzlich größte Sorgen bereitet."
Entgegen der Aussage vieler Ärzte lohnt sich ein Leben mit Spenderorgan doch, davon sind die Röcks fest überzeugt. "Das sehen wir doch jeden Tag." Alisa muss zwar ihr Leben lang Medikamente gegen eine allzeit drohende Abstoßung des Spenderorgans einnehmen und ist auch sonst eingeschränkt. "Aber sie ist jetzt enorm lebenslustig, macht Sport und spielt Klavier wie ihre Schwester, sagt nie, wenn`s ihr mal schlecht geht, sie ist eine Knallharte", erzählen Michaela und Udo Röck. "Sie hat nun auch die Chance, einmal völlig selbständig zu werden. Wir sind so dankbar für alles."
Christian Schwarz Wo KW50/27
Leben mit einem fremden Organ !
Jährlich ist für über 200 Kinder und Jugendliche in Deutschland das Leben mit einem gespendeten Organ die einzige Überlebenschance. Eine Organtransplantation bedeutet das Ende einer langen Krankheit; gleichzeitig steht sie für den Anfang eines neuen Abschnittes im Leben der jungen Patienten, ihrer Familien und Freunde. Die Reintegration in den Alltag wird allzu oft durch krankheitsbedingte Entwicklungsstörungen und dem damit einhergehenden Mangel an Selbstvertrauen erschwert; allein mit der medizinischen Behandlung der Krankheit und ihrer lebenslangen Folgen ist es nicht getan.
In dieser Situation hilft die 1988 gegründete Rudolf Pichlmayer-Stiftung. 1992/1993 eröffnete sie den Ederhof, eine Sonderkrankenanstalt für Kinder und Jugendliche.
Er ist das einzige Rehabilitationszentrum in Europa, das sich speziell um organtransplantierte Kinder kümmert.
Da unserer Tochter Alisa das Leben überhaupt nur durch eine Organspende ermöglicht wurde, haben wir uns geschworen, uns zu unseren Lebzeiten für die betroffenen Kinder voll einzusetzen.
Das Problem der organtransplantierten Kinder ist, dass sie keine Lobby haben. Meine Frau und Ich setzen uns für den Ederhof in Osttirol ein, wo bis zu 30 Kinder und 3 Familien vor und nach Organtransplantationen betreut werden können. Diese private Stiftung (Rudolf-Pichlmayer-Stiftung) braucht dringend finanzielle Unterstützung. Hierzu kann jeder mit einer Patenschaft oder Spende, sei sie auch noch so klein, wesentlich helfen. Wir kennen diese Institution persönlich sehr gut und garantieren für die fürsorgliche und fachmännische Betreuung der Kinder. Wir selbst fahren mehrmals im Jahr zum Ederhof und besuchen "unsere Kinder" und Ihre Betreuer.
Wenn Sie, Ihre Bekannten oder Ihre Kollegen Interesse daran hätten, Kinder ohne Lobby und mit einem schweren Schicksal zu helfen, würde ich Sie herzlichst bitten, eine Spende und sei diese auch noch so klein oder eine Patenschaft für den Ederhof zu übernehmen.
Nähere Informationen im Internet unter www.ederhof.de und www.transplantationsstiftung.de
Spendenkonten
Kennwort "sackTonne für Ederhof"
Deutsche Bank Hannover
Konto 570 012 5 00
BLZ 250 700 24
BTV Bank für Osttirol und Voralberg
Konto 138 055 310
BLZ 16 380
Spendenbescheinigungen gehen Ihnen bei Eintragung der kompletten Adresse automatisch zu.
Von Herzen vielen Dank
Die besten Wünsche für Sie und Ihre Familie
Michaela, Alisa, Udo und Sanja Röck
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Haben Sie schon einen Organspendeausweis ?
Auch so können Sie helfen. Jeder von uns kann in der nächsten Sekunde selbst Betroffener sein!
Tun Sie es jetzt!
Ausweise und Informationen unter www.akos.de -> Infomaterial/Bestellung - Organspende
